Volkstrauertag

Blickt man in das eigene Dasein als Couleurstudent, so mag doch das Vergehen der Zeit gelegentlich kurios variabel erscheinen. Einerseits scheint in der Planung eines Semesters, wissenschaftlich wie studentisch, doch jeder Fortschritt gleich einer Wiederholung. Auf der anderen Seite ist es doch unumgänglich, in der sorgfältigen Beobachtung von Politik und Weltgeschehen einen bemerkenswerten, stellenweise besorgniserregenden Wandel der Gesellschaft festzustellen. Doch diese, wie so viele andere gesellschaftliche und poltische Phänomene, überhaupt in Frage und Betrachtung zu ziehen, ist einem jedem Studenten, wahrhaftig jedem Menschen nur ermöglicht, weil es uns als Gesellschaft in einem deutschen, europäischen und globalen Rahmen gelungen ist, aus Polybios zyklischer Geschichtsschreibung zumindest teilweise auszubrechen. Nun mag der Aufschwung zu Fukuyamas Ende der Geschichte an dieser Stelle fehl am Platze sein, aber die grundsätzliche Prosperität, die uns wie Samt umhüllt und eines jeden wissenschaftliches Streben umso mehr in einen perönlichen Kontext hüllt, frei von nationalideologischem Hintergrund, ist doch begründet auf einer unvergleichbaren eisernen Sicherheit. Für diese Sicherheit wurde gezahlt, von Generationen vor uns, in Eisen und Blut, bis zur heutigen Stunde. In Kriegen so grausam, mit Todesopfern unzählbar, erschufen die Ahnen all derer, die heute das Erdenrund beschreiten, diese Welt, in der wir, trotz allem Leiden, geradezu lustwandeln dürfen. Ihr Andenken ehren wir als Bürger dieser neuen friedlichen Welt an diesem Volkstrauertag wie an allen kommenden Volkstrauertagen. Die Todesopfer, die sich eine Welt wie die unsere nie erträumen konnten, die ihr Leben in Kampf und Kriege ließen, bleiben uns allzeit im Gedächtnis, aber heute verdienen sie unsere Ehrerbietung. Zu diesem Zwecke war die WV Palladia! zum Gedenkakt des Volkstrauertages an der Bayrischen Staatskanzlei mit einer Chargenabordnung vertreten. Es ist eine eternale und höchst ehrenwerte Aufgabe, derartes Gedenken unsterblich zu machen.

 

Wir denken heute an die Opfer von Gewalt und Krieg, an Kinder, Frauen und Männer aller Völker.

Fratparty am 16.11.

Studentische Geschichte, strikte Kneipabläufe, jahrhunderte alte Tradition, beinahe gewinnt man den Eindruck, der junge Pallade lebe in einer Blase fernab von modernen studentischen Gepflogenheiten. Doch am letzten Freitag war wieder einmal der Zeitpunkt gekommen, den internationalen Kreativen Respekt zu zollen, die nah und fern unermüdlich nach neuen Wegen suchten und suchen, Alkohol kreativ mit Spiel zu verbinden. So war es also auch uns ein Vergnügen, die Anzüge im Schrank zu lassen und stattdessen weiße Bälle in roten Bechern zu versenken. Der versierte Pallade von Welt kann Paradeschläger und Zigarren selbstverständlich beiseite legen und sich, umgeben von Gästen, durch eine bunte Variation von Shots trinken. Eine Nacht wohlgefüllt mit Bierpong, Rage Cage und Flipcup findet ihr Ende da auch sicher nicht mehr in voller Nüchtern- und Klarheit, aber als eine traumhafte Erinnerung. Die Palladenbar, verstärkt durch Bierpongtische zwischen Mahagonivertäfelung in der Bibliothek, hat einmal mehr bewiesen: Auch ohne großen Anlass und viel Dekorum kann gute Laune das ganze Haus erfassen und bis in die Morgenstunden nicht wieder loslassen.

Auf ein baldiges, feucht-fröhliches Wiedersehen!

 

Promotionskneipe von Bbr. Dr. Julian Hudjetz und Bbr. Dr. Robert Hermann

Der Couleurstudent von heute sieht sich, wie sein Urpendant vor Jahrhunderten, in die Gewissensentscheidung zwischen dem goldenen Nass der amicitia und dem schwarz-weißen Träger der scientia gezwungen. Umso schöner die Jubelstimmung, wenn man die wohlverdienten Lorbeeren der Bewältigung dieser scheinbaren Sisyphosaufgabe im Kreise des Bundes zur Krone tragen darf. Jedem Bundesbruder war es am zurückliegenden Samstag also ein Vergnügen, eine malerische Bühne zu schaffen für die Ehrenfeier von Dr. Julian Hudjetz, Philistersenior und Doktor der Medizin, sowie Dr. Robert Hermann, Doktor der Germanistik. Das Philistern lernten sie wahrhaft nicht, wie wohl ein jeder Zeuge jener Nacht eindrucksvoll erlebt hat. Das Dualpräsidium trug so mit seinem Kommers gleichwohl den mythischen goldenen Schwingen einen jeden in Richtung Himmelslicht. Die Union und Fusion aus amicitia und sciencia, die jenen Abend informierte, hauchte für jedermann wahrhaftes Leben in die Prinzipien, die ansonsten ins Papier gebannt liegen. Am nächsten Tag mit dem Erwachen trug jeder etwas schwere Kopf den auf ewig geschätzten Rücklick an einen Abend, wie er der Palladia nicht besser hätte entsprechen können: Mit geflügelten Worten, kreisenden Humpen und studentischem Frohsinn.

Die Wissenschaft hat zwei neue, ehrenvolle Verfechter gewonnen. Die Wissenschaftliche Verbindung Palladia! schwelgt ebenso in diesem Siege.

Wir gratulieren Doktor Julian Hudjetz und Doktor Robert Hermann.

Festkommers zum zehnjährigen Bestehen des Palladenhauses

Am 25.10.2008 adelte sich die WV Palladia nach mehr als einem Jahrhundert von Bundesgeschichte mit dem Palladenhaus. Die Manifestation eines alten Traumes, der im Jahr 1876 begann, ist diese Stätte zum geselligen Zusammensitzen in Winterstunden, ekstatisch Zelebrieren bis zum Sonnenaufgang und Rejuvenieren studentischer Tradition wahrhaft mehr als nur ein Haus. Die fünfzehn handverlesenen Studenten und Studentinnen, die seither das Palladenhaus ihr Heim nennen und dort Bünde fürs Leben schließen, dankten an diesem Abend in den Reihen von Alumni und alten Herren all jenen, die die Schaffung unseres Kronjuwels ermöglicht haben. Selbstverständlich galt hier zuvorderst Dank an Frau Doktor Maria Pfister-Dausch und Bundesbruder und Ehrenphilister Doktor Raimund Pfister, die der Palladia noch im Tode treu blieben und die Finanzierung ermöglichten. Genauso erging Dank aus tiefestem Herzen an die Bundesbrüder Alscher, Bawiedemann, Buchmaier und Maul, die aus dem Hausbauverein in nomine einen Hausbauverein in facto schufen. Des Weiteren galt an diesem Abend der Dank der Palladia Bundesbruder Eigelsreiter, der den Bau des Hauses überwachte und behütete, als ginge es um sein eigenes Kind; eine Umsicht, an der sich bis heute nichts geändert hat.

Um all jenen nun angemessen zu Danken, durften wir zum Festkommers am 27.10.2018 eine bunte Auswahl an alten Herren, Couleurdamen, Farbenbrüdern, ehemaligen und aktuellen Hausbewohnern und Hausbewohnerinnen, Burschen und Fuxen begrüßen. Nachdem in Redebeiträgen von Farbenbrüdern, Bundesbrüdern und Couleurdamen die Sisyphosaufgabe der akkuraten Geschichtsdarstellung zumindest einen ehrenvollen Versuch erfahren hatte, flossen vergnügliche Stunden flugs dahin, gefüllt mit Becherklang und Liederschall. Zahlreiche alte Herren, eine wohlgefüllte Aktivitas, hochgeschätzte Couleurdamen, ehemalige und aktuelle Hausbewohnerinnen, welche alle gemeinsam couleurstudentisches Treiben genießen und eine freudenerfüllte Nacht verbrachten: Hoffentlich konnten in diesen Stunden die von uns Gegangenen mit stolzgeschwellter Brust auf uns herablächeln, auf dass wir ihre Vision erfüllt haben.

Vivat, Crescat, Floreat Doktor Raimund Pfister in aeternam!

Ankneipe zum 285. Couleursemester

Mit Paukenschlag und Donnerschall ist das neue Couleursemester der Palladia ins Lichte getreten. Der Deckel des Senioratskrug schwang wieder auf im Gruße an die versammlten Farben- und Bundesbrüder, die einen lauen Spätsommertag unter Freunden ausklingen ließen. Vergnügliche Stunden bei Bier und Zigarettenrauch wurden nur unterbrochen durch rehtorische und musikalische Ergüsse, denen zumindest Elan nie fehlte. Zur besonderen Freude gereicht es uns, das Bundesbruder Sönke sich dem Bund aufs Leben verschwor. Für ihn begann die Kneipe im Fuxenband und endete mit drei Farben auf stolzer Brust. Wir freuen uns, ihn nun als Bursch in unseren Reihen zu haben. Alles in allem markierte das Verklingen der letzten Töne der Nacht einen gelungenen Einstieg ins Semester, nach welchem auch die frühste Vorlesung ihren Schrecken verliert.

Auf das der Herbstwind uns Flügel verleiht und nicht ins Dunkel treibt!

Einladung zur Semesterankneipe am 13. Oktober 2018

Am 13.10. erwacht die WV Palladia! einmal mehr aus Ihrem couleurstudentischen Sommerschlaf, auf das wir Vorlesungen besuchen und Biergläser füllen. Die Chargia freut sich auf ein abwechslungsreiches Semester, in welchem Gäste, Farben- und Bundesbrüder gemeinsam die kalten Winternächte in Schach halten. Hiermit ergehe weiterhin eine Einladung zur Ankneipe am Samstag, den 13.10. Die Chargia, die uns von diesem Abend an durch das 285. Couleursemester führt, setzt sich zusammen aus:

Senior Frank Miklosi, stud. rer. oec.
E-Mail: senior@palladia.de
Consenior Hubert Multerer, stud. rer. nat.
E-Mail: consenior@palladia.de
Schriftwart Sönke Diedrichsen, stud. med.
E-Mail: schriftwart@palladia.de
Fuxmajor Maximilian Loos, B.A., stud. rer. nat
E-Mail: fuxmajor@palladia.de

Wir wünschen viel Erfolg im Semester und freudiges studentisches Treiben.

Studienfahrt nach Berlin

Von der Landeshauptstadt in die Bundeshauptstadt — im Sommersemester 2018 sollte Berlin das Ziel unserer Studienfahrt werden. Mit einer Gruppe von 19 Leuten erlebten wir vier Tage lang ein vielfältiges Programm — von den klassischen Sehenswürdigkeiten über Insider-Lokale bis hin zu einem Ausflug nach Potsdam. Selbstverständlich wurde auch das Berliner Nachtleben auf die Probe gestellt und — abgesehen vom Berliner Pilsener — durchweg für gut befunden. Von einigen langen Nächten geschwächt, doch umso reicher in gemeinsamen Erinnerungen blicken wir auf die vergangenen Tage zurück.

Antrittskneipe SoSe18

Am Samstag, den 7. April feierte die WV Palladia! ihre Semesterantrittskneipe im 284. Couleursemester. Höhepunkt der Kneipe waren die Receptionen unserer Neoburschen Henrik und Paul-Kevin. Wir freuen uns auf ein Semester voller Amicitia, Sciencia und Patria!

Studienfahrt nach Prag

Am vergangenen Wochenende führte uns unsere Semesterstudienfahrt in die wunderschöne „goldene Stadt“ Prag. Neben der Prager Burg und der Karlsbrücke besuchten wir auch das Franz-Kafka-Museum und die Karls-Universität. Zwei gelungene Kurzvorträge über die Prager Fensterstürze und die Karls-Universität rundeten die Tage ab und setzten den wissenschaftlichen Rahmen, das ein oder andere Pivo den freundschaftlichen.

Volkstrauertag 2017

Chargenabordnung nach dem Volkstrauertag vor der Feldherrenhalle

Bei Wind und eisiger Kälte begingen wir den heutigen Volkstrauertag und wohnten mit einer Fahnenabordnung der feierlichen Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal im Hofgarten bei. Dieser stille Feiertag, an dem den Opfern der Weltkriege und des Nationalsozialismus gedacht wird, ist für uns ein Pflichttermin: Um die Erinnerung aufrecht zu erhalten und zum Frieden zu mahnen.

Brauereiführung bei Flötzinger Bräu am 04.11.2017

Das Flötzinger Bier hat schon seit immer unsere Kneipen fröhlicher, unsere Abende nach der Uni/Beruf erträglicher und unsere Partys noch verrückter gemacht. So wurde es auch endlich Zeit, dass wir die Brauerei in Rosenheim kennen lernten.

Jedes gutes Fest beginnt mit einem kalten Flötzi!

Semesterantrittskneipe am 21.10.2017

Endlich ist es nach den Semesterferien wieder Zeit: Mit strahlend rosa-weiß-dunkelblauem Band finden wir uns im Palladenhaus zusammen um das kommende Semester zu eröffnen! Dabei freuen wir uns auf ein abwechslungsreiches Semesters unter der Leitung von Mateus Santucci (x), Luca Bassani (xx), Hubert Multerer (xxx) und Maximilian Loos (FM).

141. Stiftungsfest am 23.06.2017

Vivat, crescat, floreat Wissenschaftliche Verbindung Palladia in eternam! Unter diesem Motto treffen sich heute Coleurdamen, Farbenbrüder, Alte Herren, Aktivitas, Füxe und zahlreiche Freunde der Verbindung, um das 141. Gründungsjahr einer WV Palladia! zu München zu feiern. Von den Anfängen im Jahre 1876 über die Sistierung im Jahre 1970 und Wiederbegründung im Jahre 1983 hinweg dürfen wir uns heute über eine stolze Aktivitas von 9 Burschen und 7 Füxen freuen und auf zahlreiche kommende Couleursemester anstoßen.

Fuxenparty am 03.06.2017

Bei einer blühenden Fuxia aus verschiedensten Ländern, lassen wir es uns nicht nehmen, diese auch gebührend zu feiern. Einen Einblick in die jeweiligen heimischen Traditionen erhalten wir dabei vor allem durch  typische lokale Trinkspezialitäten.

Semestervisite bei e.s.v. AV! Rupertia zu Heidelberg vom 12.05.-14.05.2017

Besuch des Studentenkarzers in Heidelberg

Eine außerordentliche Ehre ist es uns im Rahmen der Semestervisite bei unseren lieben Farbenbrüdern der e.s.v. AV! Rupertia zu Heidelberg Halt zu machen. Neben einer Stadtführung und der Kreuzkneipe im prunkvollen hauseigenen Festsaal freut es uns vor allem, einen Einblick in das couleurstudentische Leben Heidelbergs zu erlangen.

Ankneipe am 22.04.2017

Nach einer langen Semesterpause stellen wir die Skistöcke beiseite, spitzen die Bleistifte für das kommende Sommersemester und versammeln uns mit strahlend rosa-weiß-dunkelblauem Band zur Ankneipe dieses Semesters. Besonders dürfen wir uns dabei über ein abwechslungsreiches Sommersemester unter der Leitung von Maximilian Loos (x), Mateus Santucci (xx), Philip Holzmann (xxx) und Thilo Steiner (FM) freuen.

 

Schifreizeit 2017

„Mit entschlossenem Blick steht er im Starthaus, rückt sich die Brille unter dem rosa Helm mit der Manner-Werbung zurecht. Der dunkelblaue Anzug spannt über dem muskulösen Körper, die Startnummer 76 prangt in glänzendem Weiß auf der breiten Brust. Zur Motivation die Stöcke aneinanderschlagen, die Uhr tickt, und schon geht es raus: Zwei, drei kraftvolle Schübe, dann Abfahrtshocke. Das erste S bravourös gemeistert, durch den Steilhang, dann der erste Sprung – ganz stark. Mit voller Geschwindigkeit in das Gleitstück, jetzt die Hocke halten, die Schenkel brennen. Aber es ist nicht mehr weit. Kurz links, weite Rechtskurve, Zielsprung: Bestzeit, die Palladia fährt auf Platz eins!“ – Christopher Köster, 2017

Vom 13. bis 15. Januar verbrachten wir, verstärkt durch Alte Herren und Damen, unsere Schifreizeit in Söll am Wilden Kaiser. Dies motivierte Bundesbruder Koffer Maria Rilke zu obenstehendem Gedicht und die übrigen Bundesbruder und Damen zu gekonnten Kurven, Sprüngen und Einkehrschwüngen.

Vortragsabend: „America, quo vadis? Die US-Wahlen 2016: Am Scheideweg des Zwei-Parteien-Systems?“

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„Amerika, wohin gehst Du?“ So lautete der Titel unseres Vortragsabend am 27. Oktober 2016. Doch von Anfang an war klar, dass diese Frage nicht endgültig zu beantworten sein würde. Der Ausgang der US-Wahlen hängt schließlich von vielen unterschiedlichen Faktoren ab. Einige davon sind transparent, doch viele davon entziehen sich jeglicher Nachvollziehbarkeit.

img_3863 Um Licht ins Dunkle des Wahlsystems des US-Präsidenten zu bringen, lud die WV Palladia! an jenem Abend unseren Referenten Scott McClure ein. Der US-Amerikaner, der seit fünf Jahren in Burghausen in Oberbayern als IT-Manager tätig ist, berichtete über den föderalen Staatsaufbau in den USA, die langwierigen Wahlprozesse, den Einfluss von Geld und Medien auf den Wahlkampf sowie von seinen Erfahrungen als Mitglied der Libertarian Party, einer Partei, die nicht zu den zwei großen gehört. Insgesamt haben die gut 35 Zuhörer im Laufe des Abends viele wertvolle Einblicke gewonnen, um die letzten zwei Wochen des Wahlkampfs informiert diskutieren zu können.